Liebeskapitel
Nach einigen Minuten waren die meistens Jungs wach genug um sich in das Badezimmer zu schleppen. Dort veranstalteten sie eine mehr als dürftige Wäsche und schleppten sich schon etwas wacher in den Gemeinschaftsraum. Dort warteten bereits ihre Freundinnen auf sie. Ginny wollte sofort wieder Harry den Marsch blasen, doch dieser würgte sie effektiv ab, in dem er ihr einen Kuss gab. Das brachte sie etwas aus dem Tritt und die Gruppe konnte relativ entspannt in die Große Halle gehen. Dort nahmen sie an einem Ende des Haustisches Platz und taten sich jeder etwas auf. Nach einigen Minuten, die sie schweigend verbracht hatten ging Ginnys Klassenstufe zum Unterricht. Harrys Klasse hatte die erste Stunde eine Freistunde und so verzogen sie sich in ein leerstehendes Klassenzimmer und versiegelten die Tür um sich ungestört unterhalten zu können. Harry berichtete schmunzelnd, wie er am vorigen Abend mit Sokar die Lüfte unsicher gemacht hatte. Hermine, Ron und Neville mussten ebenfalls lächeln, bei den verzückten Ausdruck auf Harrys Gesicht. In solchen Momenten schien alle Last von ihm gewichen zu sein. Nach kurzer Zeit kam Harry zu dem Moment als er Malfoy auf dem Turm gesehen hatte. Er berichtete jedoch nur, dass Malfoy mit einem Mädchen dort war. Er sagte jedoch, dass er nicht erkennen konnte welches Mädchen es gewesen sein. Im Stillen dachte er, dass das Malfoys Entscheidung sei, zu sagen mit wem er geht. Die anderen konnten sich nicht verkneifen darüber zu spekulieren mit wem Malfoy gehen könnte. Doch sie konnten sich auf keine Spekulation einigen und Harry bat sie es erst mal auf sich beruhen zu lassen. Dem stimmten sie zu.
Kurz vor der nächsten Pause hoben sie den Verschlusszauber auf und huschten unbemerkt aus dem Zimmer. Sie holten ihre Schulsachen aus dem Gryffindorturm und wanderten zu Ihren jeweiligen Unterrichtsstunden. An diesem Tag waren die Stunden recht Unterhaltsam gestaltet und so kam der Schulschluss recht zügig. Nach der letzten Stunde trafen Harry und Hermine in einem ruhigen Gang auf eine streitende Gruppe. Erst unbemerkt bekamen sie mit, wie sich Zabini und Malfoy, einst die besten Freunde, heftigst stritten
Zabini: „Sag mal Malfoy. Wie kommt es, dass du mit Sankt Potter auf einmal so ruhig umgehst. Bist ja auf einmal so handzahm....
Malfoy straffte sich und zischte mit ausdruckslosem Gesicht: „Vergiss nicht mit wem du sprichst, wenn du es auf eine Auseinandersetzung anlegst. Es könnte vielleicht deine Zukunft beeinflussen..."
Zabini: „ Jaja. Die Malfoys und ihre Verbindungen. Lass mich mit deinen aristokratischen Floskeln in Ruhe. Dein Vater wird dir irgendwann nicht mehr helfen. Und dann wirst du ganz auf dich gestellt sein. Das dürfte nicht angenehm sein. Aber jetzt tu, was du nicht lassen kannst."
Mit diesen Worten gab Zabini Malfoy den Weg frei. Dieser maß den anderen Slytherin mit kaltem Blick und verschwand um die nächste Ecke. Zabini und seine beiden Begleiter gingen in die andere Richtung. Aus dieser Richtung kamen nun Harry und Hermine um die Ecke.
Zabini: „Sieh an. Potter und das Muggelweibchen."
Hermine sah Zabini abschätzig an. Dieser fuhr fort.
„Wo hast du denn deine rothaarige gelassen. Kein Interesse mehr an der Blutsverrätertochter. Wenn ich du wäre, würde ich mein Bluterbe nicht so fortwerfen..."
Weiter kam Zabini nicht. Harry war auf ihn zugeschritten und blickte ihm starr in die Augen und grollte ihn an.
„Nur weil sich niemand mit dir abgeben will, musst du deine Frustration nicht an anderen auslassen. Also wage es nicht noch mal in dem Ton mit mir zu reden!" Dabei blitzte es kurz in seinen Augen auf, dass Zabini zwei Schritte zurückwich. Harry setzte noch einen drauf.
„Wenn dir soviel an der Vererbungslehre liegt, dann schau dir einmal die Genetikbücher der Muggel an. Vielleicht verstehst du dann alles besser."
Zabini schnappte abwertend: „Was sollen die schon darüber wissen..."
Harry hatte sich derweil Hermine am Arm geschnappt und war an Zabini vorbeigegangen. Dabei flüsterte er beim vorbeigehen. „Wenn du wüsstest, Zabini, wenn du wüsstest...." Mit diesen Worten wurden die Slytherins stehen gelassen und diese schauten Harry abwertend und doch auch nachdenklich hinterher.
Als Harry und Hermine außer Hörweite waren stupste Hermine Harry an und meinte „Glaubst du wirklich, dass die Muggelbücher über Genetik lesen?"
Er antwortete. „Ja. Lesen werden die es schon. Aber sie werden es erst verstehen, wenn man ihnen die Folgen unmissverständlich vor Augen führt."
Hermine kam daraufhin ins grübeln aber erwähnte dieses Thema vorerst nicht weiter. Nach einer Weile kam sie auf Malfoy zurück und dachte laut nach.
„Was meinte Zabini wohl mit seinen Andeutungen?" Harry zuckte nur mit den Schultern.
Derweil in einem anderen Teil des Schlosses
Malfoy ging einen leeren Gang im Westteil des Schlosses entland. Zum Glück war dieser leer. Nach ein paar Minuten kam er an einer Abstellkamme vorbei. Er sah sich um und prüfte ob jemand in seiner Nähe war. Als er überzeugt war, dass niemand da war, schlich er in die Kammer hinein. Im Schatten traf er auf die zweite Person, die in diesem Teil des Schlosses unterwegs war. Er trat langsam auf sie zu und umarmte sie zärtlich. Er strich ihr über die Wange und küsste sie zärtlich zur Begrüßung.
„Ich habe dich schon vermisst." Flüsterte sie und legte ihre Arme um seinen Nacken.
„Ich dich auch" murmelte er und zog sie zu sich.
Sie nuschelte: „Es ist schrecklich. Das Versteckspiel. Ich weiß warum es notwendig ist. Trotzdem ist es schrecklich."
Er sah sie traurig an. „Ich weiß. Es tut mir sehr leid. Aber im Moment geht es nicht anders. Bitte hab Geduld. Bitte." Sein letztes Wort war nur noch ein flehendes flüstern.
Später am Abend huschten zwei Gestalten aus einer abgelegenen Kammer und schlichen unbemerkt zu ihrem Gemeinschaftsräumen.
Derweil saßen die Gryffindors in ihrem gemütlichen Turm und unterhielten sich, nachdem sie die Hausaufgaben erledigt hatten. Zumindest fast alle Gryffindors. Zwei waren nicht im Gemeinschaftsraum sondern im Raum der Wünsche und saßen in einem gemütlichen Turmzimmer, dass sie dort erschaffen hatte.
„Habe ich dir heute schon gesagt, wie sehr ich deine kleine Stupsnase liebe?" flüsterte Ron.
Hermine schmunzelte etwas. „Nein. Aber ich find es niedlich, wenn du grober Kerl versucht so verliebt zu flirten." Dann grinste sie Ron an und gab ihm einen Kuss. Dieser seufzte etwas und meinte: „Womit habe ich dich nur verdient..." und lehnte sich dabei an ihre Schulter.
Tief unter dem Schloss saß ein Pärchen auf einem gemütlichen Sofa. Manche Lehrer könnten sich bei diesem Anblick an ein Schülerpärchen erinnern, dass vor einigen Jahren ebenfalls diese Schule besucht hatte.
Ginny lehnte sich an Harry und fragte ihn. „Wann musst du denn wieder mal nach Deutschland wirbeln?"
Der angesprochene musste grinsen. „Ich find es witzig wie du die Art mit den Wirbeln zu reisen nennst. Ich weiß nicht vielleicht werde ich am Wochenende wieder mal dort auftauchen. Wieso?"
„Nimm mich bitte mit." bat die rothaarige.
„Aber du wirst vielleicht nicht viel von mir haben, wenn ich dort bin."
Das vielleicht schon. Aber dann kann ich mich schon mal an die Zeit nach der Schule gewöhnen." grinste sie ihn frech an.
Harry musste auch lächeln und nickte. Damit war beschlossen, dass er seine Freundin am Wochenende mitnahm und sie auch in seine künftigen Aufgaben mehr einweihte. Die beiden saßen schon eine Weile in dem fackelbeleuchteten Raum. Da sie den Kamin noch nicht befeuert hatten, war es etwas frisch. Harry bestellte bei Dobby eine Kanne heißen Kakao und etwas Knabberzeug. Nachdem sein Elfenfreund das gebracht hatte, richtete Harry seinen Zauberstab auf dem Kamin und entzündete ein gemütliches Feuer.
Die beiden kuschelten sich enger zusammen und genossen den ungestörten Abend. Zu späterer Stunde trafen die beiden Gryffindorpärchen vor dem Portrait der fetten Dame zusammen. Alle vier grinsten sich etwas an und verschwanden ohne Kommentar durch das Portraitloch. Danach verabschiedeten sich die Jungs von ihren Freundinnen und besuchten ihren Schlafsaal.
Am nächsten Morgen waren die Schüler überraschender Weise fitter als am Morgen zuvor. Relativ schnell hatten sie sich frisch gemacht und warteten auf die Mädchen. Danach ging es, wie inzwischen jeden Tag, Hand in Hand zur Großen Halle. Auf dem Weg dorthin sahen sie wie Malfoy aus einem der oberen Stockwerke kam. Er bemerkte sie nicht, doch sie wunderten sich, weshalb er von dort kam und nicht aus der Richtung in der die Kerker lagen. Doch da sie im Moment keine Lösung dafür finden konnte, wandten sie sich dem Frühstück zu.
Nach dem Frühstück kamen sie wieder in die Mühle des Schulalltages.
Nach Schulschluss am Mittwoch entschieden sich Harry und Ginny dazu Aurora einen Besuch abzustatten. Sie klopften am Zugang zu deren Wohnung und erschraken etwas, als sich ein grinsender Sirius von hinten anschlich.
"So so. Scheinbar hatten wir drei die selbe Idee." grinste Sirius.
Die Tür öffnete sich. Von innen hörten sie Aurora rufen „Kommt rein. Bin gerade an den Fingernägeln." Wegen der irritierten Gesichter von Harry und Ginny musste Sirius grinsen.
"Sie pflegt sie auf Muggelart. Schon seit ich sie kenne. Aber fragt mich bitte nicht wie genau. Ich versteh es nicht ganz. Und ich glaube, ich will gar nicht genauer nachfragen."
Daraufhin mussten die beiden Schüler lachen. Just in diesem Moment kam Aurora aus dem Bad. Sie begrüßte ihren Besuch erfreut. Danach pflanzten sich alle auf die Sitzecke im Wohnbereich. Dort kam dann der Vorschlag, dass man sich doch einen Film anschauen könne, da Sirius und Aurora es geschafft hatten, die Geräte so abzuschirmen, dass sie auch in Hogwarts funktionieren konnten.
Nach einer Weile hatten man sich entschieden Armageddon zu schauen. Während der Film lief beobachtete er etwas Ginny. Diese schien begeistert von dem Film zu sein. Vor allem als man ihr erklärte, dass manche Geräte, wie z.B. die Raumstation, in Wirklichkeit existierten und nicht nur als Filmkulisse.
Nachdem der Film zuende war setzten sich die vier noch vor den Kamin in Auroras Wohnung und genossen ein Butterbier. Harry versprach die beiden mal zu einem Urlaub nach Deutschland einzuladen. Kurz vor der Sperrstunde verabschiedeten sich Ginny und Harry von den beiden anderen und spazierten zum Gryffindorturm zurück.
Auf dem Weg zum Turm umgingen sie mehrmals Filch, der wie ein Jäger durch die Gänge schlich um Schüler zu erwischen.
Der Unterricht der nächsten beiden Tage verging im Flug und so machten sich die beiden am Freitag Mittag auf den Weg nach Deutschland. In einem ruhigen Moment öffnete Harry einen Wirbel in seinem Schlafsaal und die beiden kamen auch schon im Palast an. Harry nahm Ginny an der Hand und ging mit ihr zuerst in sein Büro. Dort angekommen sichtete er seine neuesten Unterlagen, während Ginny sich durch das Bücherregal blätterte.
Im großen und ganzen gab es keine besonders wichtigen Ereignisse auf die er reagieren muss. Nur einige Statusberichte seiner Leute. Diese las er in kurzer Zeit und brachte sich damit auf den neuen Stand. Als er damit fertig war ging er hinüber zur Leseecke, wo Ginny saß und ein aktuelles Buch aus Deutschland las. In diesem wurden neue Flüche und Zauber erläutert.
Harry stellte sich hinter sie und legte ihr seinen Kopf auf die Schulter.
„So interessiert an neuen Flüchen?" fragte er lächelnd. Sie grinste ihn an und meinte nur „wenn das nächste mal jemand auf die Idee kommt mir ne Hupe zu schicken...". Daraufhin mussten beide lachen.
Harry nahm ihre Hand und zog sie sanft aus der Leseecke.
„Lass uns die Zeit hier genießen, wenn so wenig passiert ist."
„Was hast du vor, Harry?"
„Ich habe vor mir mal anzuschauen wie das Grundstück aussieht. Ob du es glaubst oder nicht. Ich hab das Gebäude eigentlich noch nie verlassen."
Ginny fand diese Idee ebenfalls sehr gut und folgte ihm zügig. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten die beiden den Zugang zum Palastgarten. Wobei man statt Garten eher Park sagen musste. Harry öffnete den Zugang und beide schritten hinaus. Vor ihnen lag ein geschwungener Fußweg, der sich einen Hügel hinab schlängelte und an einem von Bäumen umrandeten See endete.
Leicht Abseits vom Weg lag ein kleine Pavillon mit einem einmaligen Blick über den See. Die beiden verließen den Weg und gingen dorthin.
So saßen beide einige Zeit eng umschlungen am See, als Ginny ein leichtes grummeln vernahm.
„Da hat wohl jemand etwas Hunger. Oder?"
Harry lächelte und meinte „Du etwa nicht?"
Sie nickte ihm lächelnd zu. Harry sah sich um und entdeckte eine Kette, die an der Wand hing. Er zog einmal daran und ein livrierter Hauself tauchte auf.
Dieser fragte was die beiden wünschten.
Ginny bestellte für beide einen Picknickkorb und bedankte sich bei dem Elf. Dieser blickte freundlich, verbeugte sich tief und verschwand. Kurze Zeit später tauchte er mit einem großen Korb, Besteck und Geschirr wieder auf. Nachdem er gedeckt hatte wünschte er beiden einen guten Appetit und zog sich zurück.
Die beiden genossen die vielen leckeren Häppchen, die ihnen das Elfenpersonal zubereitet hatte. Schließlich saßen beide Hand in Hand am See und schauten den Sonnenuntergang an.
Als die Sonne ganz versunken war, spazierten die beiden noch etwas durch die Parkanlage. Doch irgendwann überkam beide die Müdigkeit und sie schlichen zum Schlafzimmer. Dort angekommen, schafften sie es gerade noch die Klamotten auf den Stuhl zu legen und unter die Decke zu kriechen. Kurz drauf waren beide eingeschlafen.
Am selben Tag in Hogwarts
Während Ginny und Harry sich im Schlafsaal auf den Weg nach Deutschland machten, saßen Hermine und Ron auf der anderen Seite des Sees und genossen den Nachmittag.
„Hmm.. wahrscheinlich machen die beiden sich gerade auf den Weg. Was meinst du, Mine?"
„Ja. Sie werden keine Zeit verloren haben. Genauso wenig wie wir beide." sagte Hermine und lächelte Ihren Freund an.
Dieser wurde etwas rot um die Nase und begann den Picknickkorb auszupacken und alles auf der großen Decke auszubreiten. Er hatte Dobby am Vorabend darum gebeten ihm bei einem Picknickkorb zu helfen. Dafür hatte er sich neben den Elfen in die Küche gestellt und nach dessen Anweisungen die Zutaten vorbereitet und dem Korb gerichtet. Die anderen Elfen waren zwar Anfangs empört. Aber lächelten dann doch verstohlen als Dobby ihnen erklärte warum Ron dies so machte.
Nachdem er mit dem anrichten fertig war, lächelte er Hermine an und beide begannen gemütlich zu essen. So verging dieser Nachmittag und die beiden saßen im Sonnenuntergang am schwarzen See und blickten auf das Schloss.
„Du Mine. Morgen ist doch wieder Hogsmeadewochenende. Hast du Lust hinunter ins Dorf zu gehen?"
Sie drehte Ihren Kopf, lächelte ihn an und küsste ihn sanft.
Ron hatte daraufhin einen ziemlich verträumten Gesichtsausdruck und murmelte „Ich glaube das heißt wohl ja."
Nachdem die Sonne versunken war, wanderten die beiden Hand in Hand hinauf zum Schloss. Auf dem Weg dorthin sahen beide ein Pärchen in einer versteckten Ecke sitzen. Man konnte deutlich erkennen zu wem der platinblonde Haarschopf gehört. Doch wer die Begleitung war konnte man nicht erkennen.
„Ich würde gerne wissen mit wem Malfoy den Tag verbringt." flüsterte Ron.
„Ich auch" murmelte Hermine „aber wenn er soweit ist, wird er das schon sagen."
Dieser blonde Haarschopf wurde auch von einem Hohen Turm des Schlosses beobachtet. Ein alter Mann lächelte in seinen Bart und sagte leise zu sich.
„Keine Macht ist schöner und größer als die Liebe...."
Am Samstag morgen erwachten mehrere Paare an verschiedenen Ort. Doch allen war gemein, dass sie sich gegenseitig hielten und die Nähe des jeweils anderen Genossen.
In Deutschland erwachte Ginny und Harry in Ihrem großen Bett. Langsam begaben sich die beiden ins Badezimmer und machten sich fertig für Ihren gemeinsamen Tag. Nachdem beide eine erfrischende Dusche hinter sich hatten, begaben sie sich in den kleinen Salon. Dieser lag in einem der Türme des Palastes und ermöglichte eine einmalige Aussicht, sowohl auf die Stadt, als auch auf den großen Schlosspark. Während des Frühstücks tauchte Sokar auf einmal hinter Ginny auf und stupste diese leicht an. Ginny kicherte und gab ihm etwas von ihrem Nutellabrot. Lustigerweise schien der Schattengreif nämlich begeistert davon zu sein. Nach dem nun alle drei sich gestärkt hatten, bereiten sich Ginny und Harry auf den Ausflug in die Hauptstadt vor, während Sokar den Park durchstreifte.
Gegen Mittag verließ Harry mit seiner Freundin den Palast und die beiden wanderten durch die große Einkaufsstraße in der Hauptstadt, die Nibelungen-Passage. Wo die beiden auftauchten grüßten die Menschen die beiden höflich. Harry aufgrund seines Amtes. Ginny weil es offensichtlich war, das sie Harrys Freundin war. Die beiden durchstöberten etliche Läden, bevor sie sich Nachmittags in eine kleine, gemütliche Eisdiele setzen und gemeinsam einen großen Becher genossen.
Am selben Tag ging es in Hogwarts ähnlich zu. Nur das z.B. Ron und Hermine kein eigenes gemeinsames Bett hatten, sondern ihre jeweiligen Schlafsäle bewohnen mussten. Oder das Draco und seine Partnerin in verschiedenen Türmen einquartiert waren.
Eben dieser Schüler des Hauses Slytherin begab sich nun in seinen Waschraum und machte sich für seinen Ausflug mit seiner liebsten bereit. Diese tat möglicherweise das selbe in ihrem Turm. Als er mit seinem aussehen zufrieden war verließ er seinen Turm und streifte durch das Schloss, um in einem unbeobachteten Moment in einen Geheimgang zu treten und zum Raum der Wünsche zu gelangen. Im siebten Stock angekommen lief der Slytherin genau vor der Wand auf und ab, wo sich der Zugang zum besagten Raum verbarg.
Nach dem dritten mal laufen zeichnete sich auch schon die berühmte Tür ab. Kaum war sie vollständig erschienen verschwand der Slytherin auch schon in dem erschaffenen Raum. Kurze Zeit später kam eine weitere Gestalt bei der besagten Tür an. Sie öffnete sie und verschwand im Raum der Wünsche. Kaum war die Tür geschlossen, sah man auch nur noch eine steinerne Wand.
Hinter der Wand verbarg sich jedoch ein gemütlicher Raum mit einem romantischen Feuer im Kamin. Auf den Kissen vor dem Kamin saßen zwei Personen. Die eine recht groß und mit platinblonden Haaren. Die andere zierlich, mit strohblonden Haaren.
Beide hielten sich im Arm. Sie hatte den Kopf auf seine Schulter gelegt und er strich ihr sanft über die Seite. So saßen beide eine ganze Zeit in dem Raum und schwiegen. Schließlich räusperte er sich. „Süße. Ich kann das alles nicht. Die ganze Versteckerei. Die Heimlichtuerei. Ich will das nicht mehr!" Er machte eine Pause. Sie sah ihn mit wachem Blick an.
Er fing wieder an zu sprechen. „Ich will nicht mehr verheimlichen mit wem ich zusammen bin. Ich will mich nicht verstecken! Ich will mich nicht mehr durch dieses alte Gemäuer schleichen! Mir ist es egal was meine Eltern oder die anderen aus Slytherin sagen. Sollen es doch alle erfahren!" Mit diesen Worten drehte er sich zu ihr um.
Sie sah ihn mit glänzenden Augen an. „Mir ist egal was die anderen von uns sagen. Egal wie du entscheidest. Ich bin bei dir!"
Er sah ihr in die Augen. „Nun gut. Dann lassen wir heute Abend die Bombe platzen. Ich will wieder erhobenen Hauptes in die Halle gehen können!"
Sie lächelte ihn an und küsste ihn sanft. „Mein großer Drache!"
Daraufhin musste er ebenfalls schmunzeln. Während beide sich anlächelten dachte er über die vergangenen Wochen und Monate nach. Er hatte sich Stück für Stück verändert. Noch als kleiner Junge und Erstklässler wollte er unbedingt seinem Vater gefallen und ihm nacheifern. Er glaubte alles, was dieser ihm erzählte. Er teilte dessen verdrehte Ideale und Vorstellungen und eiferte danach ein loyaler Diener des dunklen Lords zu werden. Er stellte keine noch so abstruse Vorstellung in Frage. Doch das hatte sich vor einigen Monaten auf einen Schlag verändert.
Flashback
Er merkte wie sich sein Vater veränderte. Er merkte das dieser eigentlich weniger Diener, denn Sklave war. Wo er früher seinen Vater als stolzen und aufrechten Mann ansah, so blickte er nun hinter die Kulisse und begann langsam zu begreifen, dass dem nicht so war. Der größte Schock war, als er einmal das Eintreffen des Lords auf Malfoy-Manor mitbekam. Sein Vater hatte sein Haus als Ausweichstützpunkt vorgeschlagen. Als der Lord in der Eingangshalle erschien warf sich sein Vater auf den Boden und küsste den Saum dieses Zauberers. In diesem Moment erkannte er, dass er nicht auf diese Weise enden wollte. Er wollte nicht die Stelle seines Vaters einnehmen und vor anderen auf dem Boden kriechen. Der frühere Stolz der Malfoys rauschte durch seinen Venen und half ihm seinen Kopf langsam zu klären. Kurze Zeit später kam er auch noch mit jemandem ins Gespräch, die er früher höchstens mit abfälligen Bemerkungen geschmäht hatte. Anfangs blickte er sie einfach neutral an, doch als sie ihm unverblümt erklärte, dass sie seine Schmähungen sehr verletzt hatten und sie so etwas nicht noch mal erleben wolle, senkte er doch beschämt den Kopf und sah ihr nicht in die Augen. Doch da spürte er damals einen zarten Finger an seinem Kinn, der ihn Zwang seinem gegenüber wieder in die Augen zu blicken. Sie erklärte ihm mit verträumter Stimme, dass sie an ihn Glaube und wisse das er solche Dinge nicht mehr sagen würde. Danach küsste sie ihn einfach. In diesem Moment brach seine kühle Maske einfach zusammen, er sank auf die Knie und die ersten Tränen liefen über sein Gesicht. Es kam ihm vor als hätte er damals stundenlang geweint. Doch als er sich wieder beruhigt hatte, sah er, dass sie die ganze Zeit bei ihm war um ihn festhielt. Da wusste er dass er sie liebte. Danach lagen sie die beiden noch lange in den Armen und genossen den Tag. Von diesem Moment an genoss er jeden Augenblick, den beide miteinander verbrachten.
Flashback Ende
Währenddessen wartete Ron im Gemeinschaftsraum der Gryffindors auf sein Mädchen. Hermine kam ein paar Minuten später die Treppe hinunter und verließ dann Hand in Hand mit Ron den Turm. Langsam gingen Sie hinunter in die Große Halle um sich erst mal mit einem Frühstück zu stärken. Nachdem beide den letzten Kaffee vernichteten schlenderten beide gemütlich in Richtung Hogsmeade. Den ersten Besuch machten sie im Schreibwarenladen. Beide benötigten mehr Pergament und neue Federn. Nachdem sie sich mit Schreibmaterial angedeckt hatten wanderten sie von einem Schaufenster zum anderen. Im Zonkos deckte sich Ron mit ein paar Scherzartikeln ein. Hermine sah ihm schmunzelnd zu. Im Honigtopf verschwand Ron kurz zwischen mehreren Regalen und als er wieder aus dem Laden kam schenkte er Hermine eine goldfarbene Honigfeder (garantiert zahnschonend). Nachdem sie noch eine Weile herumgelaufen sind, verschwanden sie an einen gemütlichen Tisch in den 3 Besen und genossen einen romantischen Nachmittag. Als die Sonne langsam unterging verließen die beiden das Lokal und machten sich langsam wieder auf den Weg zur Schule.
Nach einem kleinen Spaziergang betraten beide die Eingangshalle. Dort sahen Sie wie in einem Seitengang plötzlich Ginny und Harry auftauchten. Sie beschlossen auf die beiden zu warten. Kaum hatten diese sie erreicht, begaben sich die vier zur Großen Halle wo in kürze das Abendessen losgehen würde. Als sie den Gryffindortisch erreicht hatten, nahmen sie am gewohnten Ende platz und unterhielten sich neben dem Essen über die Dinge, die sie währen der letzten anderthalb Tage angestellt hatten. Langsam trudelten die Schüler ein und nahmen an den verschiedenen Tischen Platz. An diesem Abend schienen sich die Hauselfen an der Skandinavischen Küche versucht zu haben. Es gab ungewöhnlich viel Fisch und Milchprodukte. An mehreren Platten hingen kleine Schildchen die das Essen als „Smörgasbord" bezeichneten. Es gab ferner Köttbullar, Lachs, verschiedene andere Fischsorten, Rentier, Schwein, Rind, viele Salate, verschiedene Milchspeisen, Mandeltorte und vieles mehr.
Ron sah diese Sachen erst skeptisch an. Er war einfach immer noch zu sehr die Küche seiner Mutter gewohnt. Diese kochte eigentlich nur bodenständige englische Küche. Hermine lächelte ihn aufmunternd an und danach begann er langsam verschiedene Dinge zu probieren. Und siehe da; je mehr er sich traute zu probieren, um so mehr schmeckte es ihm. Vor allem die verschiedenen Fischgerichte schienen es ihm angetan zu haben. Von diesen Tat er sich mehrmals auf. Hermine, Ginny und Harry schienen weniger Berührungsängste mit den ungewohnten Gerichten zu haben und probierten sofort viele Dinge aus. Wobei es nun so war, dass Hermine selbst aß und Harry und Ginny sich gegenseitig fütterten, was einige an Ihrem Tisch zum schmunzeln brachte.
Doch dieses Bild wurde unterbrochen als die Türen zur Großen Halle quitschend aufschwangen und zwei Personen hindurchschritten.
Nach und nach blickten die Schüler und Lehrer zur Tür. Doch vielen Schülern verschlug es nun die Sprache oder ihnen standen einfach die Münder viel zu weit offen. Die Lehrer hingegen nahmen es ausdruckslos oder mit einem schmunzeln zur Kenntnis.
Durch die Tür schritt mit stolzer Haltung Draco Malfoy.
Hand in Hand mit.........