Disclaimer: Alles, was Frau Rowling sich ausgedacht hat, gehört ihr – ich will ihr weder Ruhm noch Reichtum streitig machen und schreibe dies hier einzig zum Vergnügen. Aber die Geschichte selbst, Professor Link und die Maligcantoren gehören mir. :P
Inhalt: Dies ist eine bislang noch nicht abgeschlossene Fanfiction mit dem Pairing SS-HG oder für nicht Ortskundige: Severus Snape und Hermine Granger. Sowohl Snape als auch Hermine machen im Umgang miteinander einige folgenreiche Fehler und müssen dann mit den chaotischen Konsequenzen leben. °schadenfroh grins° Das Ganze findet im Januar ihres letzten Schuljahrs statt – zu diesem Zeitpunkt ist sie achtzehneinhalb. Die Story wird konsequent aus Hermines Perspektive erzählt.
Eine sinnvolle Zusammenfassung kann ich erst schreiben, wenn die FF beendet ist.
Genre: Romance / Drama / Humor
Rating: M (für einige wenige Kapitel °hüstel° :P ). Ich werde das Rating aber NICHT überstrapazieren, eine PWP habt ihr hier nicht zu erwarten!
A/N: Okay, ich gebs ja zu – es ist eine Schnapsidee, die beiden miteinander zu verkuppeln – jedenfalls, solange Hermine noch Schülerin ist. Aber Spaß macht es trotzdem, wie sich herausgestellt hat. :o) Im Übrigen lebt diese Geschichte von dem Versuch deutlich zu machen, dass diese Lehrer-Schülerin-Konstellation alles andere als einfach ist. Die LeserInnen erfahren eine ganze Menge über die Gedanken und Gefühle eines achtzehnjährigen Mädchens, das sich in einen fast vierzigjährigen, äußerst schwierigen Mann verliebt. Also, wer das nicht mag – Ticket zurückgeben und aussteigen. :P
Noch eins: Es ist mir wichtig, Snape nicht durch den Spülwaschgang zu schicken, wo er dann als liebenswertes Hasibärchen heraustaumelt, das seine Liebste mit Schatzi und dergleichen anspricht und sie in selbst gepflückten Blumen badet. °gg° Dieser Snape hier ist ein übellaunigerund verschlossener Slytherin, von einigen Ausfällen mal abgesehen. :P Ein bisschen OOC ist eben genau genommen bei so einer Geschichte nicht zu vermeiden, aber ich werde mir Mühe geben, den „Buch-Snape" im Auge zu behalten. (Wobei – manchmal frage ich mich ernsthaft, was wir FF-SchreiberInnen Hermine da eigentlich für einen Schrecken von Mann andrehen wollen °lach° ... )
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Diese Fanfiction wird auf kurz oder lang unter zwei verschiedenen Namen im Netz herumgeistern: Thea Potter und Malina. Das ist so in Ordnung; falls sie jedoch unter einem weiteren Namen veröffentlicht werden sollte, ist das NICHT in Ordnung.
Bei dieser Gelegenheit: Bitte veröffentlicht diese FF nicht auf anderen Webseiten, ohne das vorher mit mir abzusprechen.
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Aber nun: Genug der Vorrede, viel Spaß bei der Story. Und schreibt Reviews, büdde. :)
Offenbarungen
Von Thea Potter
Kapitel 1Hermine Granger lief durch die Gänge von Hogwarts. Oder nein, sie lief nicht. Sie rannte.
Bitte, bitte lass es nicht wahr sein. Bitte nicht.
Eine Stimme in ihrem Innern flüsterte ihr zu, dass gewisse Professoren es gar nicht gerne sahen, wenn jemand derart panisch durch die Korridore rannte. Und auch das eine oder andere Portrait in Hogwarts war dieser Ansicht; hier und da hörte Hermine ein Tststs neben oder hinter sich oder einen leisen Tadel, während sie auf dem Weg in die Kerker war.
Während des Abendessens war Snape in gewohnter Manier wie aus dem Nichts am Tisch der Gryffindors aufgetaucht. Ohne auf die kaum verhohlene Abneigung auf den Gesichtern von Harry und Ron zu achten, die mit Hermine am Tisch saßen, hatte er sich halb zu Hermine heruntergelehnt und sie leise angesprochen.
„Miss Granger. Ich erwarte Sie heute Abend um halb acht in meinem Büro. Pünktlich, wenn ich bitten darf."
Er hatte fast geflüstert, und doch hätte Hermine schwören können, dass alle Umstehenden es gehört hatten. Sie hatte in all den Jahren nicht herausfinden können, wie es Snape gelang, so leise zu sprechen und doch von jedem verstanden zu werden, den es zu interessieren hatte, was er sagte.
Sie hatte den Mund geöffnet, um ihn nach dem Grund für diesen Termin zu fragen; aber Snape hatte sie mit einer unwirschen Handbewegung wissen lassen, dass ihre Fragerei ihm auf die Nerven ging, und war mit wehendem Umhang davon gerauscht. Herrje, warum rannte der bloß immer so? Er ist ein rastloser Geist, hatte Neville mal grinsend als Antwort vorgeschlagen, und an diesem Tag hatten Harry, Hermine und Ron Tränen gelacht. Ein rastloser Geist, oh ja. Hermine konnte sich gut vorstellen, dass Snape sich nach seinem Tode entscheiden würde, als Geist in Hogwarts zu bleiben, nachts durch die Gänge der Schule zu ziehen und angehenden Hexen und Zauberern unzähliger Generationen eine Heidenangst einzujagen.
Es wäre keine wirklich andere Existenz als die, die er heute führte.
Während Hermine in Richtung Kerker lief, fluchte sie innerlich und wischte sich die vor Aufregung feuchten Hände an ihrer Robe ab. Sie hatte allen Grund unruhig zu sein; denn sie hatte in der vergangenen Nacht ein Buch verloren. Und zwar nicht irgendein Buch.
Nein – es war das Buch der Bücher. Ihr Tagebuch.
In letzter Zeit hatte sie es sich angewöhnt, spät abends durch durch die Schule zu laufen, mit ihrem Tagebuch unterm Arm; manchmal lief sie sogar mitten in der Nacht los. Sowohl der Krieg als auch die Schule zerrten an Hermines Nerven, und das hatte zunehmende Schlaflosigkeit zur Folge. Natürlich war das nächtliche Herumstreunen in der Schule nicht erlaubt, aber irgendwie war ihr diese Schulregel nie plausibel vorgekommen. Im übrigen hatte sie mit Harry und Ron diese Regel schon so oft gebrochen, dass ein Mal mehr oder weniger keinen Unterschied mehr machte. Viel wichtiger war es, sich nicht erwischen zu lassen.
In der letzten Nacht war es fast geschehen. Sie hatte an der Wand lehnend auf einem Fenstersims gesessen und in ihr Tagebuch geschrieben; zwischendurch hatte sie ein wenig herausgeschaut und zugesehen, wie der Schnee am Fenster vorbei fiel. Es lag viel Schnee auf Hogwarts Ländereien dies Jahr. Sie hatte gerade irgendetwas über Schnee geschrieben, als ein Geräusch sie aufgeschreckt hatte. Im Nachhinein fragte sie sich, ob sie Snape eigentlich wirklich gesehen – zumindest ein bisschen Stoff seines schwarzen Umhangs – oder an seinen Schritten erkannt hatte. Wie auch immer, sie war sich sicher, dass es Snape gewesen war, den sie gehört hatte.
Anschließend hatte sie es sehr eilig gehabt, in ihr Zimmer zurückzukehren. Sie trug nur noch ihr Nachthemd, als ihr auffiel, dass das Tagebuch weg war – sie hatte es im Gang liegen lassen. Also warf sie sich erneut ihren wärmsten Umhang um, schlich zum zweiten Mal auf Zehenspitzen aus dem Schlafsaal und rannte den ganzen Weg zurück um das Buch zu holen.
Aber es war nicht mehr da.
Aus lauter Verzweiflung weitete Hermine ihre Suche auf weitere Fensterbänke aus; aber als sie bei der ursprünglichen Bank ein zweites Mal alles absuchte und auf dem Boden herumkroch, fand sie ihren magischen Füllfederhalter, der offenbar aus ihrem Tagebuch gefallen war.
Und heute war sie Snape kurz vor den Schultoren über den Weg gelaufen, und ihre Blicke hatten sich gekreuzt. Er sah sie sonst nie an. Warum hatte er sie angesehen? Und war es ihr nur so vorgekommen, oder hatte er ihr tatsächlich einen wissenden, verschlagenen Blick zugeworfen?
Es kann nicht sein. Bitte.
Hermine schrieb schon seit einer halben Ewigkeit ihre Gedanken in dieses Buch. Sie besaß es seit ihrem ersten Schuljahr. Es stand so vieles darin, das Snape niemals lesen durfte. So unendlich viel. Er durfte es nicht haben. Niemand durfte es haben, verdammt, aber er schon mal gar nicht. Es konnte einfach nicht sein.
Atemlos erreichte sie die Kerker und sah auf ihre Uhr. Sie war fast vier Minuten zu früh dran. Zu schnell gelaufen. Snape hasste es, wenn sie zu früh kam, diesen Fehler hatte sie schon mal gemacht. Aber was sollte sie jetzt tun, hier minutenlang herumstehen und sich das Gehirn zermartern, was er von ihr wollte? Niemals.
Sie klopfte.
„Herein", hörte sie Snape sagen, riss sich zusammen und drückte die Klinke herunter.
t.b.c.