Clair hat über 2 Jahre nichts über John gehört und sie wollte es, dass es so blieb. Allein der Gedanke an John und was er ihnen antat erschreckte sie bis zu ihrer Seele. Sie hat mit Seraphina über John gesprochen und wie mit ihm umgehen sollte. Aber das ist schon eine Weile her.
Dass sie plötzlich mehrere Videos bekam, hatte sie nicht erwartet. Also zuckte sie mit den Schultern und spielte sie ab.
„Du enttäuschst mich, John", sprach Keon und sah auf den herunter. John war mit den Händen auf den Rücken mit Fähigkeit Unterdrücker gefangen. Er trug einem Halseisen, dass mit der Wand hinter ihn verbunden war. „Ich dachte wirklich, dass du dich verändert hast."
„Wir wissen beide, dass du an sowas nicht glaubst, Keon", sagte John leise. Sein Körper zitterte aus Reflex vor den Mann, aber er zeigte keine Angst. „Genauso so wie wir beide wissen, dass ich ein Monster bin."
Die Autorität antwortete darauf nur mit einem Tritt auf Johns Gesicht und einem Tritt auf den Bauch. Der Junge hustete Heftig und schluckte die Galle runter, die hochkam.
„Versteh mich nicht falsch. Du hast meine Anerkennung dafür, dass du so lange deine Echte kraft verstecken konntest, aber du hast einem großen Fehler gemacht", sprach Keon und packte Johns Haare, bevor er den Kopf an der Wand schlug.
„Du hast vergessen, dass jeder in der Gesellschaft eine Rolle spielen muss und du hast deine nicht erfühlt."
Keons Augen begann zu leuchten. Um seine Hand erschien eine Terrakotta leuchtende Aura. Er packte Johns Kopf und nutzte seine Fähigkeit.
Clair konnte nur mit entsetzten zusehen, wie John anfing zu schreien und zu weinen. Sie wollte, dass er zur Rechenschaft für seine Taten gezogen wird...
aber nicht das.
„Warum?!", schrie John. Er versuchte Keons Hand zu entfernen, aber konnte nicht. „Warum kann keine von euch mich in Ruhe lassen?!" Tränen kamen aus seinen Augen, also schloss er sie Fest. „Ich wollte nie Teil davon sein! Ich gab mich aus Krüppel aus, weil ich nicht mehr einem Teil der Hierarchie sein wollte!"
Keons Hand begann heller zu leuchten. Johns Schreie hallten jetzt im Raum wider.
„Ich wollte nicht der König sein! Ich wollte nicht mehr zu dem werden, denn ich war!"
Johns Augen wurden dieses Mal groß, die Tränen konnten nicht aufhören zu fließen. Er schlug umher und versuchte sich zu befreien, aber nichts klappte.
„Ich will nicht mehr Verraten werden! Ich will nicht mehr jemanden Verletzen!"
Keon zuckte nicht mal ein Auge, als er seine andere Hand leuchten ließ und auch auf Johns Kopf legte.
„TÖTE MICH EINFACH! BITTE TÖTE MICH! ICH FLEHE DICH AN, BITTE TÖTE MICH! ICH WILL DAS NICHT MEHR SEHEN! BITTE HÖR AUF!"
„Du musst deine Lektion lernen", sagte Keon einfach kalt. Er ignorierte komplett Johns Zustand und machte einfach weiter.
Clair wollte wegsehen, aber konnte nicht. Sie musste sich zwingen zu atmen, sonst würde sie wahrscheinlich im Ohnmacht fallen.
Sie erinnert sich, wie Seraphinas sprach, dass er sich als Krüppel ausgab und auch, dass es nicht das erste Mal ist, dass John mit den Autoritäten konfrontiert ist.
Sie sah, wie das Video langsam zu enden ging und schluckte schwer.
„Wir werden morgen weitermachen", sagte Keon und ließ ihn los, bevor er John allein im Raum ließ. Komplett erschöpft und geistig vernarbt.
„Ich verdiene das…", kicherte John gebrochen und ließ sein Kopf hängen. Er sah nach oben und zeigte das Video, dass er…
Einfach Genug hatte.
„Ich weiß nicht, ob es dich gibt… Aber bitte Gott… Bitte… Gebe mir die Kraft, wenigstens ein letztes Mal Seraphina zu sehen… Bitte…"
Aber es wurde nur mit Stille beantwortet.
„Clair… Adrion… Seraphina… Tut mir led."
Clair schloss ihr Laptop, als das Video zu enden ging und raste zum Badezimmer, um ihr Gesicht zu waschen. Sie wischte sich die Tränen ab, die langsam aus ihren Augen fielen.
Sie war nicht dumm. Obwohl vieles Lückenhaft ist, konnte sie eins und eins zusammenzählen:
Die Autoritäten brachen Johns Geist nach dem Vorfall mit New Boston.
John gab sich als Krüppel aus, damit sich New Boston nicht wiederholt.
Jemand fand es heraus und zwang John, seinem Platz an der Spitze zu nehmen. Wie es sich anhört, wurde John ausgetrickst.
Er wollte neu anfangen und jetzt leidet er deswegen.
Nach 2 Tagen, konnte sie sich beruhigen. Sie musste herausfinden, was genau passierte. Deswegen rief sie die einzige Person an, die es ihr erzählen konnte.
„Hallo, Seraphina? Es ist Clair."
„Hallo Clair. Was ist los?"
Clair holte tief Luft, bevor sie fragte:
„Wie geht es John?"
Zuerst wurde sie mit schweigen beantwortet, aber Seraphina antwortete:
„Er hat seinem Platz als König an Arlo – Den früheren König – überreicht. Warum fragst du?"
„… Ich hatte nur ein ungutes Gefühl", antwortete Clair und wollte nichts über die Videos sagen. Sie sprachen noch ein wenig, bevor die beiden ablegten.
Clair bemerkte sofort, dass ihre Frage nicht beantwortet wurde.
Seraphina legte ihr Handy zur Seite und streckte ihre Hand aus. Sie strich Johns Haare sanft von seiner Stirn.
„Immer noch nichts?", fragte Remi und ging näher an Johns Bett.
„Er begann seine Finger hin und wieder zu bewegen, aber sonst nichts", antwortete Seraphina. „Im Laufe der Tage sollte er aufwachen."
„Gut", seufzte Remi, deutlich erleichtert. Sie akzeptierte Johns Methoden vielleicht nicht, aber niemand hat das verdient, was er durchmachte.
„Wie Läuft es mit den Fake Jokers?", fragte Seraphina.
„Nachdem sie John aus dem Nichts nahemn, verschwanden sie nach einer Weile…, dass er so öffentlich mit den Autoritäten ging, hatte auch einem starken Eindruck hinterlassen." Remi spuckte das Wort Autoritäten mit viel Gift aus. Seraphinas Gesicht wurde Dunkel bei dem Wort. „Leider wurde der Missbrauch so wie früher, trotz allem versuchen die früheren Royals es zu verbessern." Remi kratzte sich an den Kopf. Deutlich von der ganzen Situation genervt.
Nach einer Weile war die Besuchszeit vorbei und die Mädchen ginge von dem Krankenhaus.
„Arlo, Isen und Blyke wollen mit dir über John reden", sagte Remi nach einer Weile. Seraphina schaute sie mit Hass an, aber der Hass war nicht auf sie gerichtet.
„Ich habe Arlo nichts zu sagen", knurrte Seraphina leise. Remi konnte sie nicht wirklich beschuldigen. Sie selbst würde mit Arlo noch über das sprechen, was er John antat.
Und sie tat es. Sie, Blyke, Arlo und Isen war in Isens Zimmer und unterhielten über das, was passierte.
„Warum hast du ihn nicht einfach alleine gelassen?!", sagte Remi wütend zu dem früheren König. Arlo schaute beschämt weg. Er wusste, dass er ein Fehler machte, aber er konnte jetzt nichts tun. „Was hat er dir angetan, dass du so fixiert auf ihn bist!? Er wollte einfach nur in Ruhe gelassen werden und du überfällst ihn!"
„Ich weiß, dass ich einen Fehler machte!", schnappte Arlo zurück, bevor er eine Hand auf sein Gesicht legte und Krank aussah. „Ich… Ich war ein Idiot. John schrie auf mein Gesicht, dass er nichts damit zu tun haben will. Er schlug und schrie jedes Mal, wenn ich eine seine Befehle ablehnte und Ich habe es komplett ignoriert, warum er es mir befiehl. Ich tat so, als wäre ich sein Freund, nur um ihn in den Rücken zu stechen."
„Warte, was?!", sagte Blyke und Isen schockiert, weil sie nichts davon wussten.
„Ich habe ihn gesagt, dass er John in Ruhe lassen sollte!", sagte Isen und hob seine Hände, als Arlo ihn ansah.
„Scheiße. Kein Wunder, dass er keine von uns vertraut", dachte Blyke. „Seraphina hat ihn zuerst zusammengeschlagen, bevor sie Freunde wurden; Arlo tat so, als wären sie Freunde und betrog ihn; Isen hat sein Handgelenk gebrochen und seine Vergangenheit aufgedeckt, die er nicht zeigen wollte. Und ich schoss einem Strahl auf seinem Kopf." Zu seiner Verteidigung, schlug John Remis Hand weg, aber dann dachte er nach, wie John versuchte sich zu Entschuldigung, aber er ihn unterbrach, indem er John angriff. „Wir sind mit dem Kerl befreundet, der ihn wieder zu dem Monster machte, dass er nicht sein wollte."
Blyke lehnte sich an der Wand von dem Zimmer, während er sah, wie Isen mit den verletzten John auf dem Bett redete.
„Ich werde dafür sorgen, dass sie dir nicht mehr nachgehen", sagte Isen.
John knirschte seine Zähne, bevor er fragte:
„Genug Isen. Was willst du?"
Der genannte schaute den verletzen überrascht an. Ein bisschen schweiß lief seine Wange herunter.
„Uh… Was meinst du?"
„Ich fragte dich, was dein Motiv ist", stellte John einfach fest und sah Isens Gesicht. „Was, denkst du, ich erinnere mich nicht?" Irgendwie, hatte seine Stimme einem gewissen Spott. „Hast du mich nicht zu einem Interview gezwungen und mein Handgelenk zerquetscht? Woher kam der Sinneswandel?"
„Es tut mir leid. Es war unbeabsichtigt", versuchte Isen zu sagen und wurde ein bisschen nervöser.
„Hmph, unbeabsichtigt?", wiederholte John, als wäre es ein schlechter Witz, denn er nicht verstand. „Dann warum hast du dabei die ganze Zeit gelächelt?"
Er wandte sein Blick kurz ab, bevor er wieder zu Isen sah.
„Warum beteiligt du dich für mich? Du willst mich an einen abgelegenen Ort bringen und mich erneut zur Unterwerfung schlagen?"
Blykes Augen wurden groß, bevor er sie tief Luft holte und sprach:
„Das erklärt einiges…." Er bekam die Aufmerksamkeit von allem. „Wir fanden ihn zusammengeschlagen vor dem Studentenwohnheim der Jungs. Wir halfen ihn und brachten ihn auf Isens Zimmer… Aber er war überhaupt nicht dankbar. Und jetzt verstehe ich warum." Er kratzte sich an den Kopf.
„Ich erinnere mich", sprach Isen nachdenklich. „Er fragte, ob ich ihn wieder zur Unterwerfung schlagen wollte." Es klickte in seinem Kopf und sah Arlo mit großen Augen an.
Remis Augen wurde Kälter und Arlos Blick bewegte sich nach unten.
„John hat mir gesagt, das Zeke ihn als Begrüßung zusammenschlug, aber nicht den Rest." Ihr Blick wandte sich zu Arlo.
„Arlo. Ich respektiere dich und das tue ich wirklich… Aber ich werde versuchen John zu helfen. Solange es Leute wie du gibst, die so Possessiv an diese kaputte Hierarchie bis zu den Punkt klammern, wo sie andere in den Wahnsinn treiben, dann hatte er vielleicht keinem anderen Weg." Und damit ging sie weg und ließen die Drei alleine.
Arlo seufzte tief, weil er zu spät die Konsequenzen sah.
„Das mindeste, was ich jetzt tun kann, ist ihn zu helfen", dachte er und sah Isen an.
„Sammle mehr Information zu New Boston. Es gibt vielleicht mehr dahinter, als wir dachten. Auch versuche Informationen zu dem fehlenden Jahr zu sammeln."
Die beiden anderen sahen ihn an, als hätte er 2 weitere Köpfe bekommen
„Tut mir leid, aber ich will nicht mehr an Johns Vergangenheit herumstöbern, als ich es schon machte", lehnte Isen ab. „Wir alle haben gesehen, was dabei herauskommt."
„Wir sollten warten, bis John sich jemand öffnet, als weiter unseren Nasen an solche sachen hereinzustecken."
„Ich weiß das, aber irgendwas in diese Geschichte passt nicht", sagte Arlo. „Alleine die Idee, Fähigkeiten zu kopieren ist nicht etwas, auf dem man alleine draufkommen kann."
„Vielleicht hätte es er es aus Reflex in einem Kampf herausgefunden", schlug Blyke vor, da in was Ähnliches passierte.
Aber Isen hatte einem anderen Gedanken. Er verstand, wohin der derzeitige König von Wellston gehen wollte.
„Du denkst, jemand wollte John benutzen, um an der Spitze zu sein?", fragte Isen.
„Ja", antwortete Arlo und spürte, wie die Schuldgefühle mit den nächsten Worten verstärkt werden. „Ich glaube, jemand machte etwas Ähnliches wie das, was ich machte, aber aus anderen Gründen."
Adrion rieb sich Nervös das Gesicht. Claire hatte etwas, über was er mit ihr sprechen musste. Er hatte nach 2 Jahren nicht erwartet, dass er wieder von John hören würde.
„Woher hast du das?", fragte Adrion und sah Claire an.
„Jemand hat es mir Geschickt. Kein Name oder Adresse", antwortete sie und rieb sich die Arme. „Was denkst du darüber?"
„Ich… Ich weiß es ehrlich Gesagt nicht", antwortete Adrion. „John sollte die Konsequenzen für alles bekommen… Aber das war nur Folter." Er sah sie an. „Gab er sich wirklich aus Krüppel aus?"
„Ja", antwortete Clair. „Ich habe mit jemanden aus Wellston telefoniert. Sie hat mir gesagt, dass John sich als Krüppel ausgab, aber wieder König wurde. Aber ich glaube, jemand zwang John wieder König zu werden." Sie schaute zur Seite. „Ich rief an und fragte, wie es ihn ging. Sie sagte nur, dass John seinem Platz an dem früheren König weitergab, aber sie hatte meine Frage nicht beantwortet."
„Was… Was machen wir jetzt?", fragte Adrion.
„… Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Einem Teil von mir will nichts mehr mit John zu tun haben… Aber es muss einem Grund geben, warum man es uns schickte."
„Das Austausch-Programm!", platze Adrion heraus. Clairs Augen wurden groß, als sie sich auch daran erinnerte. Damit die Beziehung der Schulen trotz der Kämpfe besser werden, schicken sie hin und wieder Schüler zu einem Austausch Programm.
Danach wussten beide, dass es kein Zufall sein kann.
„Dieses Mal soll es Wellston sein."
John machte seine Augen auf…
Und dort war nichts als Leere.
